Wir über uns:

Und was ist die Idee hinter so einem Umsonstladen? Wir sind keine Sozialstation, denn solche gibt es genügend in der Stadt. Wir, die Aktiven, möchten unter uns
und durch eigenes Handeln miteinander und gerne auch mit den BesucherInnen eine kritische Einstellung zum ständigen Gefühl des Kaufenmüssens, des Konsumierens entwickeln. Viele Alltagsdinge kann man sich untereinander ausleihen (z.B. den Trolley), kann andere Produkte gemeinsam nutzen (z.B. die Waschmaschine), kann Dinge, die man zeitlich begrenzt gebraucht hat (z.B. Kinderwagen, ein Kleidungsstück, bei dem man sich verkauft hat) weitergeben.

Und das alles ohne Geld. Es entwickelt sich so mit der Zeit ein Geben und Nehmen ohne Geld, ohne bei jedem Geben oder Nehmen gleich im Kopf in Marktpreisen zu rechnen. Entscheidend ist, was wirklich gebraucht wird!
Ein Haushalt braucht auf diese Weise weniger Geld für notwendige Sachen, ohne deshalb schlechter zu leben. Und: Es entwickeln sich neue Kontakte zu Nachbarn und zu bisher unbekannten Lebenswelten. In Deutschland gibt es bereits ca. 40 solcher Umsonstläden.


Unser Wunsch:

Unser Wunsch für die nächste Zeit heißt: Ausweitung der Handlungsfelder in Köln. Aus unserer eigenen Umsonstladen-Gruppe heraus werden seit kurzem je ein Konversationskurs in English und in Holländisch angeboten. Wir suchen jetzt Mitstreiterinnen und Mitstreiter in Köln-Mülheim oder in anderen
Stadtteilen mit kreativen Ideen und Fähigkeiten, die die Möglichkeiten des geldlosen Gebens und Nehmens in ihrem Umfeld gerne realisieren wollen. Dazu gibt es in anderen Städten schon viele Versuche mit neuen Projekten, z.B. Gemeinschaftsgärten, Obst-
baum-Nutzungsgemeinschaften, Fahrradreparaturwerkstätten, Netzwerk Übernachtungen, freie Software-Produktion, Finanzkoops, bis hin zu ,Freien Universitäten`.

Je mehr geldloses Geben und Nehmen möglich wird, desto eher kann es gelingen, unerfreuliche und allzu stressige Erwerbsarbeit etwas zu reduzieren. Wer Ideen und Interesse hat, kann gerne Kontakt mit uns aufnehmen und auch unsere bisherigen Erfahrungen nutzen.

Köln, Juli 2009